Schlusshöck (Emmental)

Schlusshöck 25. Oktober 2025

Petrus liess sich nicht bestechen

Bei regnerischem Wetter trafen 29 Fahrzeuge beim Gasthof Kreuz in Hettiswil ein. Die 47 Teilnehmenden stärkten sich mit Züpfe und Hobelkäse.

Einige Aufmerksame entdeckten beim Durchfahren des Lindentals tatsächlich äsende Gämsen…
Bis zum Sensorium beim Rüttihubelbad war nur eine kurze Fahrstrecke zu bewältigen. Wir begaben uns nach einer Einführung in die Welt des Sehens, Hörens, Fühlens, Riechens und Experimentierens. Ich beobachtete, wie sich viele Clubmitglieder mit Spass an die Stationen wagten und rege Freude beim Ausprobieren von geteilten Spiegelbildern, beim Erraten von Düften, beim Drehen von Sandbildern,
beim Erzeugen von Klangtönen hatten. Erstaunlich wie ein Velogepäckträger tönt, wenn er an eine Kette gebunden, an eine Holzliste geschwungen wird… Mutige wagten sich nach einer Instruktion in die Dunkelkammer und tasteten sich den Wänden entlang ins Ungewisse. Schritt für Schritt im Dunkeln tappen – stillschweigend und hochkonzentriert Tierstimmen und Figuren erraten, Gerüche erkennen – unsere 5 Sinne wurden herausgefordert! Beim Verlassen der Kammer konnten wir mit unseren Erkenntnissen brillieren.

Beim Wegfahren gab es kurz einen Zetti-Knoten. Hans musste sich mit seinem Wagen hindurchschlängeln und konnte seine Gruppe wieder anführen. Langnau – Bärau – Goal (Gohl) rufen jeweils die Fans der SCL Tigers im Stadion. Genau diese Strecke fuhren wir. Fernab der Hauptstrasse kurvten wir an Bauernhöfen, Käsereien, Schulhäusern und grünen Hügeln vorbei. Wir erklommen die schmale Strasse auf die Lüderenalp. Leider war von der herrlichen Aussicht auf die Berner Alpen oder dem Jura aufgrund des Nebels nichts zu erkennen, somit flüchteten wir vor dem Regen ins Innere des Restaurants. Die einen assen eine feine Kürbissuppe, andere hatten sich für die süssen Varianten entschieden. Interessiert holten sich Clubmitglieder Flyer mit den Übernachtungsangeboten oder studierten das herrliche Berner Panorama auf dem Poster…

Über die nasse, blätterbedeckte Strasse gelangten wir talwärts nach Wasen, Sumiswald, Schmidigen, Wynigen, Niederösch zu unserem Ziel ins Rudswilbad in Ersigen. Auf engstem Raum parkierten wir unsere Zettis und begaben uns ins Restaurant.  

Nachdem uns das Servicepersonal in Empfang genommen hatte, wurden wir in unseren Saal geführt und kompetent bedient. Das Wildteller war schön dekoriert und schmeckte vorzüglich. Es wurde geplaudert, gelacht und genossen. Nach dem Dessert verliessen uns nach und nach die Weitreisenden. Einige meinten, sie würden selbst mal ins Rudswilbad zurückkehren. Die Verbleibenden rückten zusammen und genossen noch einen Schlummertrunk.

Zufrieden machten Hans und ich uns auf den Heimweg und waren froh, dass alles geklappt hatte. Doch bereits im Wagen sinnierten wir über neue Ziele… für eine Ausfahrt.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden!
Hans und Doris